Chronik

Die Chronik der Freiwillgen Feuerwehr Kelsterbach zum  Download. Vielen Dank an den Autor Dieter Hardt.

1888

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kelsterbach

Am Kirchweihtag im Jahr 1888 gründeten ca. 30 junge Männer, die als Hurrabuben verspottet wurden, die Freiwillige Feuerwehr Kelsterbach. Der anfängliche Gerätebestand war sehr gering. Außer herkömmlichen Eimern, drei Druckspritzen und einfachen Leitern, hatte man keine Ausrüstung aufzuweisen.

Aus diesem Grund musste in diesen Zeiten oft nachbarliche Löschhilfe mittels eines Reiter aus Frankfurt angefordert werden. Dieser Reiter schmückt bis heute das Abzeichen unseres Vereines und veranlasst den Frankfurter Dietrich Stolze das Gedicht „Die Feuerreiter von Kelsterbach“ zu verfassen.

Der bis heute gebräuchliche Spitzname „Kelsterbacher Feuerreiter“ war geboren.

(Das Foto zeigt den ersten Geräteschuppen in der Schulstraße)

1889

Steigermannschaft

Die neue Wehr hatte Gelegenheit bis zur Jahrhundertwende ihre Schlagkraft zu erproben. Viele Scheunen- und Wohnungsbrände konnten erfolgreich bekämpft werden, wodurch die Achtung in der Bevölkerung stieg und Hohn und Spott verklangen.

Im Jahr 1913 feierte man das 25 Jährige Bestehen in Verbindung mit dem 4. Kreisfeuerwehrtag. Im ersten Weltkrieg entstand in Kelsterbach die große Anlage eines Munitions- und Nahkampfmitteldepots, was große Brand- und Explosionsgefahr mit sich brachte.

1928 wurde ein großes Fest aufgrund des 40 jährigen Jubiläums mit Bannerweihe und dem 14. Kreisfeuerwehrtrag in Kelsterbach gefeiert.

(Das Foto zeigt die Steigermannschaft vor der Jahrhundertwende)

1940

Kriegsjahre

In den Kriegsjahren bis 1945 hatte sicherlich nicht nur die Kelsterbach Feuerwehr große Entbehrungen hin zu nehmen. Viele mußten den Dienst an der Waffe verrichten. Die zurück gebliebenen kamen nach Bombenangriffen nicht nur in Kelsterbach, sondern auch in Mainz, Bingen und Mannheim zum Einsatz.

Nach Ende des Krieges und Auflösung der Feuerschutzpolizei rief man am 13. April 1946 die ehemalige Freiwillige Feuerwehr wieder ins Leben.

Mannschaftsbild am Marktplatz, Anfang der 40er Jahr
(Mannschaftsbild am Marktplatz, Anfang der 40er Jahre)

1949

Planspiel

In den Nachkriegsjahren nahmen die Einsätze stetig zu. Die Aufgaben der Feuerwehr war längst nicht mehr auf das Feuer beschränkt.

Technische Hilfeleistung, Hochwasserschutz, Umweltschutz und andere Herausforderungen beschäftigten die Wehr oft häufiger. Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, musste die Ausrüstung immer mehr ergänzt und erweitert werden.

(Das erste Planspiel der Wehr)

1950

Spielmannszug

1950 wurde ein Spielmannszug gegründet, der sich aber in den 60 Jahren wieder auflöste. Starke Einschränkungen im Übungs- und Schulungsdienst mussten 1955 wegen der in Kelsterbach wütenden Kinderlähmung vorgenommen werden.

Im Jahr 1957 stellte die Stadt Kelsterbach der Wehr  ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16 im Wert von damals 40.000.- DM zur Verfügung, dessen Restauration vor kurzem abgeschlossen werden konnte.

1958 wurde die Wehr 70 Jahre alt. Auch das Jubiläum fand in Verbindung mit einem Kreisfeuerwehrtag statt.

1961 ergänzten die ersten umluftunabhängigen Atemschutzgeräte die Ausrüstung.

(Der Spielmannszug im Gründungsjahr)



1962

Gründung der Jugendfeuerwehr

Am 27. Mai 1962 gründete Stadtbrandinspektor a.D. Karl Hack die Jugendfeuerwehr.

Heute ist die Jugendfeuerwehr die wichtigste Personalgewinnung der Wehr.

von links:
Friedel Leonhardt (Jugendfeuerwehrwart 1967), Dieter Martschin, Gerhard Wagner, Reinhold Wirth, Dieter Hardt, Werner Schmidt, Jürgen Weller, Günter Wedel, Otto Deuker


1966

Großbrand Caltexgelände

Am 18. Januar 1966 kam es auf dem Gelände der Caltex Raffinerie in Raunheim zu einer Explosion. Bei der Explosion und dem Folgebrand kamen 5 Menschen ums Leben und 83 wurden verletzt. Bei minus 18 Grad Celsius froren die Pumpen und Schläuche der Feuerwehr ein.

Im Jahr 1968 zerstörte ein Großbrand die Waffelfabrik Flögel. An der Jahreshauptversammlung 1969 wurde die Wehr zu einem Transformatorenbrand im Umspannwerk Kelsterbach gerufen.

(Der Spielmannszug im Gründungsjahr)



1969

Altes Gerätehaus

Das Foto zeigt die Mannschaft der Feuerwehr 1969 vor dem Alten Gerätehaus in der Höllenstraße.

Heute dient es der DLRG als Gerätehaus.



1970

Hochwasser

Bei einem extremen Hochwasser 1970 wurde neben der Uferanlage am Main auch zahlreiche Keller im „Unterdorf“ überflutet.



1975

Neues Feuerwehrhaus

Das alte Feuerwehrhaus in der Höllenstraße war den Anforderungen der Wehr nicht mehr gewachsen. So kam es zu dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses im Langen Kornweg.

Am 24.08.1973 wurde der erste Spatenstich zum Neubau gemacht und am 01.05.1975 wurde das Haus eingeweiht.



1980

Verschwisterung

Seit der Verschwisterung 1980 mit der Partnerstadt Báuge in Frankreich bestehen zwischen beiden Städte partnerschaftliche Beziehungen.

Verbunden fühlt sich die Wehr ebenfalls seit 1983 mit der Feuerwehr Wenighösbach.